Dias Muschelbucht

Mossel Bay steht eigentlich immer auf dem Programm während der Reise, so auch dieses Mal. Wir kennen die Stadt mittlerweile ganz gut, neben den Restaurants auch einige Sehenswürdigkeiten. Doch bisher hatten wir uns immer am Dias Museum vorbeigeschlichen, obwohl unser Lieblingsrestaurant, das Café Gannet, direkt davor liegt. 

An einem nicht ganz so sonnigen aber trotzdem warmen Tag nutzten wir die Wetterlage, um uns die beiden Museen anzuschauen und die weitläufige Außenanlage zu besichtigen. Neben der eigentlichen Attraktion, nämlich dem Nachbau des Schiffes von Bartolomeu Dias im gleichnamigen Museum gibt es ein weiteres Museum, dass sich mit Muscheln und anderen Seebewohnern befasst. Die Ausstellung ist recht interessant, vor allem die akribische Auszeichnung der unterschiedlichen Muschelarten. Die Wasserbecken sind weniger attraktiv, darüber müsste einmal konzeptionell neu nachgedacht werden. Am Ende taten uns die Seebewohner ein bisschen leid in ihren begrenzten Schwimmbecken. 

Das Dias-Museum beinhaltet neben dem Schiffsnachbau eine Dauerausstellung rund um die Seefahrt und eine Ausstellung über Ausstattungsgegenstände alter Berufe. Wie das konzeptionell zum restlichen Inhalt passt, hat sich mir nicht wirklich erschlossen. Witzig war es allemal.
Im Außengelände ist auch der für Mossel Bay berühmte Postbaum (Post OfficeTree) zu finden, unter dem Bartolomeu Dias damals vor 500 Jahren eine Nachricht in Form eines Briefes gefunden haben soll.
Der Museumskomplex ist einen Besuch wert, vor allem mit Kindern und an nicht ganz so sonnigen Tagen. Der Eintritt kostet unglaubliche 20 Rand (aktuell 1,25 €) bzw. 40 Rand, wenn man auf und in das Schiff selbst gehen möchte.

Eine neue Ecke von Mossel Bay haben wir auch entdeckt, den Harry Giddy Park. In den Jahren zuvor war der nicht besonders gepflegt, daher kein wirkliches Ziel. Nun zog uns ein Geocache hierher – übrigens ein Zeitvertreib, der uns schon viele schöne Ecken offenbarte, auf die man sonst nicht unbedingt stößt. Und wir waren überrascht, was sich hier getan hat. Die Pflege der Anlage hat sich die Stadt offenbar auf die Fahnen geschrieben. Im Park selbst befindet sich ein kleiner Tierpark, der im Wesentlichen aus Federvieh besteht, Enten, Gänse, kleine und größere Vögel in kleinen und größeren Volieren, ein paar Pfauen mit ihren Nachkommen, aber auch Ziegen und ein paar Schildkröten. Mit anderen Worten ein Mini-Zoo zum Teil zum Anfassen, in dem Kinder ihren Spaß haben können. Tische für Picknicks gibt es auch. Alles ist privat finanziert, so dass gern Spenden als Eintritt gesehen sind, einen echten Eintrittspreis gibt es nicht.

Die Zeit in Mossel Bay war auch in diesem Jahr sehr schön, vor allem entspannt. Es gibt hier einen tollen Strand, den Santos Beach, an dem wir uns stundenweise aufgehalten haben. Im Strand-Pavillon, zusammen mit dem Pavillon im englischen Seebad Brighton übrigens der einzige seiner Art, kann man nett sitzen und bei einem Gläschen Gin-Tonic die Leute beobachten. Viel mehr zu Mossel Bay findet ihr auch auf der Hauptnavigation meiner Homepage. Übrigens: die Auswahl an Muscheln in „Mossel“ Bay ist gegenüber anderen Orten wie Plettenberg Bay oder Jeffery’s Bay eher dürftig. In früheren Zeiten muss hier mal mehr von diesen attraktiven Meeresbewohner zu finden gewesen sein, denn nicht umsonst wird Bartolomeus Dias die Bucht nach ihnen benannt haben.


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