Geocaching in Südafrika

Geocaching ist in Südafrika mindestens so beliebt wie bei uns in Deutschland. Nach all den Caches, die wir auf den Karten der Region gesehen haben, scheint es fast so, als wäre Südafrika eine Geocaching-Hochburg. Einige von euch fragen sich jetzt, was das denn nun schon wieder ist, Geocaching. Für alle, die bisher davon noch nichts gehört haben, hier eine kleine Erklärung.

Jeder hat bestimmt schon mal von einer Schnitzeljagd gehört oder daran teilgenommen. Und eigentlich ist Geocaching nichts anderes. Jemand, nennen wir ihn mal Günther, versteckt einen kleinen Container, z.B. eine Filmdose, mit einem kleinen Logbuch und manchmal auch mit kleinen Dingen an einem von ihm ausgesuchten Ort.

Dann informiert Günther die Cacher-Gemeinde darüber, dass er seinen Cache versteckt hat. Das macht er auf einer Plattform im Internet. Alle, die bei der Plattform angemeldet sind, können nun nach dem versteckten Cache von Günther suchen. Günther hat allen einige Hinweise, zum Beispiel die GPS-Koordinaten in der Beschreibung seines versteckten Caches im Internet verraten, damit man ihn leichter finden kann. Die Cacher gehen also auf die Suche nach Günters verstecktem Geocache und freuen sich, wenn sie ihn gefunden haben. Man trägt sich dann in das Logbuch aus der Filmdose mit seinem Namen und dem Tag ein und versteckt den Cache dann wieder an der Stelle, an der man ihn gefunden hat, damit der nächste Sucher ihn tatsächlich auch findet. Anschließend kann man auf der Internetplattform der Gemeinde, vor allem aber Günther mitteilen, dass man den Cache gefunden hat und sich für seine Mühe bedanken. Neben Günther gibt es auf der ganzen Welt unglaublich viele Menschen, die einen oder mehrere Caches versteckt haben und gleichzeitig gibt es unsagbar viel mehr Leute, die dann danach suchen. Es gibt ganz unterschiedliche Arten von Caches, das würde jetzt aber zu weit führen, soll ja nur ein kurzer Einblick in die Szene sein.

Wir mögen Geocaching deshalb gern, weil man oftmals durch die ausgewählten Verstecke an ungewöhnliche Orte gelangt und so Neues über die Stadt oder den Platz erfährt, an der oder dem man sich gerade befindet. Heute war bei uns wieder so ein Geocaching-Tag. Wir haben die Fahrt von Swellendam nach Mossel Bay, unserem nächsten Urlaubsort genutzt, um den einen oder anderen Cache „zu heben“. Schon in Swellendam haben wir zwei von den kleinen Biestern entdeckt. Von dort stammt eines der aufregenden Fotos von den Bergen mit den Wolken darüber. Den einen oder anderen Cache haben wir nahe an der Strecke, quasi am Straßenrand gefunden.

Die beiden Aufregendsten erkämpften wir uns zwischen Albertinia und Mosselbay. The Good, the Bad and the Ugly – die Gute, die Schlechte und die Hässliche – heißt der eine. Gemeint waren damit drei Brücken, die direkt nebeneinander liegen. Ein Hotspot, an dem man tolle Fotos machen kann und etwas über die Geschichte der drei Brücken erfährt. Letzteres aus der Beschreibung zum Cache auf der Internet-Plattform. Der Cache war leicht zu finden, versteckt unter ein paar Steinen am angegebenen Ort. Dose aufgemacht, ins Logbuch eingetragen, Dank an das Team Schutte, den Eigentümern des Caches notiert, Dose wieder geschlossen und zurück ins Versteck.

Direkt daneben hundert Meter unter die neue, hässliche Autobahnbrücke drunter weg war der nächste Cache versteckt. Der war nicht so leicht zu finden, da er zusätzlich noch auf einer Fläche beheimatet ist, die vor kurzer Zeit gebrannt hat. Anders als viele Pflanzen hat der Cache in seinem Container überlebt,wie sich nach einiger Zeit herausstellte. Diesen Cache namens „Romantic Heart“ hat ein Pärchen hier versteckt in Erinnerung ihrer Hochzeit am Valentinstag vor 22 Jahren. Warum man ausgerechnet unter einer Autobahnbrücke auf so eine romantische Idee kommt, bleibt wohl verborgen. Vielleicht wohnen die Besitzer des Caches grad dort um die Ecke.

Irgendwann nach rund 10 Caches haben wir uns dann entschieden, den direkten Weg nach Mossel Bay zu nehmen, zumal wir uns auch bei der letzten Suche fast auf das Gelände eines hoch gesicherten Petrol-Werkes verirrt hätten. Nun sind wir also in Mossel Bay, einer kleinen Stadt am Wasser, die der tatsächliche Startpunkt der Garden Route sein soll. Wir kennen uns hier ganz gut aus, da wir schon mehrmals ein paar Tage in der Stadt verbracht haben. Und Geocaches gesammelt haben. Mal schauen, was wir morgen so Neues Entdecken bei der Suche nach den nächsten Geheimnissen dieser Stadt. 

 


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