
Ganz anders als die Städte an der Küste präsentiert sich Oudtshoorn als Startpunkt für eine Tour über die Route 62. Von hier aus kann man bis nach Kapstadt kommen – wenn man denn will. Jedenfalls einen Teil der R62 sollte man sich nicht entgehen lassen, liegen hier doch kleinere und größere Orte mit durchaus eigenem Charme wie Ladismith, Barrydale oder Montague. Wer also Lust auf etwas Road-Feeling hat, fährt in George von der N2 Richtung Oudtshoorn und von dort gen Westen bis zum Beispiel Swellendam, einem möglichen nächsten Aufenthalt. Bevor man sich allerdings auf die Reise begibt, lohnt ein Aufenthalt in Oudtshoorn. Nicht nur wegen unseres familiären Guesthouses „88 Baron van Reede“ verbringen wir gern 2 Nächte hier, da sich Oudtshoorn als Homebase für mehrere Ausflüge gut eignet.










Swartberg-Pass
Besonders empfehlenswert ist eine Tour über den Swartberg-Pass nach Prince Albert, einem kleinen Ort „hinter“ den Bergen. Dazu verlässt man Oudtshoorn Richtung Norden auf der R328. Irgendwann wechselt die Asphaltfahrbahn zur befestigten dirt road, die mit einem normalen PKW befahren werden kann. Wir sind schon mit einem Toyota Etios, also VW Polo-Größe, unterwegs gewesen, aber auch mit einem Nissan X-Trail. Absolut machbar. Nur wer sich abseits der Strecke zum Beispiel nach „Die Hel“ bewegen möchte, kommt an einem 4×4-Gefährt nicht vorbei.
Der Swartberg-Pass – eröffnet 1888 – überrascht an vielen Stellen mit sensationellen Ausblicken und kleinen und größeren Haltemöglichkeiten. 3 Stunden sollten man für die Tour einplanen, um einigermaßen entspannt und mit viel Zeit für Aussteigen, Fotografieren und Staunen in Prince Albert anzukommen.
Hier ein Bericht über die Strecke im Detail: Mountain Passes South Africa – Swartberg Pass








Prince Albert
Schon bei der Einfahrt in das kleine viktorianische Städtchen, vorbei an der alten Albert Mill, fühlt man sich ein bisschen wie aus der Zeit gerissen. Von Oudtshoorn über den Swartberg-Pass gelangt man nach rund 70 Kilometern in die so genannte Große Karoo (Great Karoo). Zeit hat hier offenbar eine andere Bedeutung als anderswo, Künstler stellen ihre Werke aus, ein kleines Museum erzählt die Geschichte der Stadt. Links und rechts der Hauptstraße gibt es kleine Restaurants, die auf einen Kaffee oder Tee einladen.











Meiringspoort
Zurück nach Oudtshoorn geht’s dann ca. 110 Kilometer durch das wunderschöne Albert Valley, über Meiringspoort, einem idyllischen Wasserfall und einer atemberaubenden Landschaft. Ein Stop am Wasserfall ist ein MUSS. Das Auto kann man auf dem Parkplatz abstellen. Nach einem kurzen Fußmarsch auf einem anlässlich des Besuchs des Prince of Wales 1925 angelegten Pfad entlang des Felsens erreicht man einen eiskalten, 9 m tiefen Naturpool, in den sich der Wasserfall aus ca. 60 m Höhe ergießt. Auf dem Weg weiter nach Oudtshoorn kommt man auf einer Länge von 25 Kilometern an spektakulären Felsformationen vorbei, wobei die Straße ständig den Groot River kreuzt. Der Swartbergpass und die umliegende Region gehören im übrigen zum UNESCO Weltkulturerbe – verständlich, wenn man selbst einmal dort war.










Cango Caves
Sie sind der touristische Hotspot in der Region, die Cango Caves. Wer nicht klaustrophobisch veranlagt ist, sollte sich dieses Erlebnis nicht entgehen lassen. Es gibt zwei geführte Touren: eine für den normalen Bescuher, der nur die Schönheit einer eliminierten Höhle genießen will. Und eine weitere, die sehr nahe an Extemsport grenzt. Jedenfalls für jene, die enge Räume meiden oder vom Köperumfang her weit weg von schlank liegen. Die zweite Tour geht durch enge Räume und Kanäle, für die man tatsächlich sattelfest sein sollte. Alle, die sich trauen schwärmen von dem unvergleichlichen Erlebnis. Also Mut und Herz gefasst und ab in den „tunnel of love“ mit einer Höhe von bis zu 27 cm! Website „Cango Caves“



Cango Wildilfe Ranch
Auch Tiere kann man in Oudtshoorn erleben. Die Cango Wildlife Ranch liegt am Ortsausgang Richtung Norden und beherbergt eine Reihe von schützenswerten Tieren, die hier nicht nur leben, sondern Teil eines weltweiten Zuchtprogramms sind. Der Schwerpunkt liegt in der Aufzucht von Cheetas. Ursprünglich war die Ranch eine Herberge für Krokodile, die man auch heute noch hier erleben kann. Schildkröten, Schlangen, Marabus, Fliegende Hunde und viele Tiere mehr kann man erleben. Besonders süß: die Erdmännchen! Die Touren sind geführt und dauernd ca. 45-60 Minuten. Danach kann man sich einige Attraktionen auf eigene Faust anschauen oder eine Erfrischung im Restaurant zu sich nehmen. Website „Cango Wildlife Ranch“








Straußenfarmen
Oudtshoorn ist berühmt für seine Straußenfarmen und die Tradition, die diese Landwirtschaft mit sich bringt. Das Ortsbild der Stadt wird geprägt von Herrenhäusern, die (in früheren Zeiten) den „Straußenbaronen“ gehörten. Zahlreiche Straußenfarmen in der näheren Umgebung laden zur Besichtigung ein. Auf manche Farmen kann man auch übernachten. Auf jeden Fall lohnt eine Besichtigung, wobei die meisten Farmen kleine Führungen anbieten. Beliebt sind auch die Straußenrennen – allerdings nicht bei jedem – wir mögen das aus unterschiedlichen Gründen nicht.
Bekannte Sraußenfarmen sind Safari Ostrich Farm oder die Highgate Ostrich Show Farm mit einem guten Restaurant „The Pepper Tree“.







Viele Informationen zu Oudtshoorn findet ihr auch hier: 88 reasons to visit oudtshoorn
Empfehlung Übernachtung:
88 Baron van Reede Guesthouse (Facebook)
88 Baron-van-Reede-Street, Oudtshoorn
150 Jahre altes Sandstein-Guesthouse mit 10 en-suite-Zimmern
Empfehlung Restaurant:
Nostalgie – nicht nur für Abends (Facebook)
77 Baron-van-Reede-Street, Oudtshoorn
Beans About Coffee (Facebook) – Frühstück, Brunch und KAFFEE !!!
136 Hoogstraat, Oudtshoorn
Prince Albert Country Store (Homepage)
46 Church Street, 6930 Prince Albert
Lazy Lizard (Homepage)
9 Church Street, 6930 Prince Albert