
Plettenberg Bay liegt sehr verkehrsgünstig, so dass man hier ruhig mehrere Tage verweilen kann. Ausflüge nach Knysna, zum Keurboomstrand, zum Tsitsikamma Nationalpark oder Wanderung auf den Robberg Trail können von hier auf dem Programm stehen. Selbst Tiere kann man hier beobachten, entweder in freier Wildbahn zum Beispiel Wale anschauen oder in Wildlife-Gehegen Vögel oder Affen erleben.
In Plettenberg selbst gönnt man sich am besten einen Tag an den weitläufigen Stränden der Stadt. Neben dem Lookout Beach gehört definitiv der Beach in Keurboomstrand dazu. Nur wenige Kilometer von Plett entfernt präsentiert sich am Ende der Hauptstraße jenseits des allseits beliebten Restaurants „Enrico“ eine fantastische Strandlandschaft zwischen Ozean und Hügelland. Der Strand ist übersät mit spektakulären Felsen, die den wenigen Badegästen Schatten spenden.















Ebbe und Flut sind hier nicht nur tägliche Begleiter, sondern öffnen oder verschließen den Zugang zu einer atemberaubenden Landschaft. Wer also zur richtigen Zeit – nämlich bei ablaufendem Wasser – hier ankommt, dem eröffnet sich der Weg zum Arch Rock, einem großen Felsen mitten im Meer, der wie ein Torbogen aus dem Wasser ragt. Ein Hotspot für Naturliebhaber und Fotografen, denn nicht nur der Felsen selbst, sondern auch der einsame Strand an der Matjes Lagune und die Hügellandschaft im Hintergrund sind mehr als beeindruckend. Aber Achtung: nicht den Zeitpunkt der zurückkehrender Flut verpassen, sonst hat man einige Stunden Freizeit in schöner Abgeschiedenheit vor sich. Ein Wanderweg durch die Berge führt übrigens auch zu diesem Ziel.










Wer nicht bei „Enricos“ einkehrt, kann sich auf der Rückfahrt nach Plettenberg an der Kreuzung zur N2 einen kleinen oder großen Snack beim „Thyme and Again“ gönnen, einem Farmstall mit Shop, Außenterrasse und Kinderspielplatz.
Und wer dann vor dem Abendessen immer noch Zeit und Lust auf eine Shopping-Tour hat, dem sei Richtung Plett auf der rechten Straßenseite das Old Nick Village empfohlen, einem kleinen Dorf mit Läden örtlicher Künstler und vielen schönen Mitbringseln.




Ein weiterer Ausflug findet auf dem Wasser statt, am besten in einem gemietete Boot auf dem Keurboomsrivier. Dazu nutzt man den Bootsverleih im „A Forever Resort“ (Abfahrt von der N2 Richtung Osten), von wo aus es auf dem Fluss Richtung Binnenland geht. Die Steuerung des Motorbootes ist nicht besonders schwierig, und etwas Benzin zu Nachtanken ist immer mit an Bord. Der Weg auf dem Fluss führt vorbei an beeindruckenden Felsen, kleinen Stränden und natürlich vielen Wasservögeln. An einer künstlichen Barriere angekommen dreht man um und genießt die Rückfahrt mit einem kleinen Stop an einer der Flussstrände. Zwei Stunden sollte man für die Tour einplanen, abgerechnet wird nach Rückkehr im Ressort.




Wieder zurück auf der N2 lohnt ein Abstecher zu „Emily Moon“, einem aus der Zeit gefallen Ressort mit Guesthouses und einem vorzüglichen Restaurant. Egal ob zum Lunch oder zum Dinner, das Essen und die Atmosphäre sind ihren Preis wert. Beim Füße vertreten gibt es auf dem Gelände einiges an Kunst und Kitsch zu entdecken, ein bisschen Zeit für eine Erkundungstour muss man auf jeden Fall mit einplanen.








In Plettenberg selbst gibt es eine Reihe von Restaurants, Cafés und Bars, die den unterschiedlichen Geschmack und verschiedenen Geldbeuteln gerecht werden. Das Lookout-Deck eignet sich zum Beispiel gut für einen Drink zum Sonnenuntergang oder einen Kaffee am Nachmittag. Zum Abend sollte man reservieren – wie fast in allen Restaurants vor allem am Wochenende. Vor dem Abendessen macht man am besten einen kleinen Spaziergang über die Hauptstraße und entscheidet sich danach für eines der zahlreichen Lokalitäten. Zu empfehlen ist das Nguni mit einer etwas exklusiveren Küche oder das Ghilies für Fischfreunde (auch mal Prawns in Mengen als Vorspeise) und hervorragend gegrillte Steaks.



Gut gestärkt und in einem der zahlreichen Guesthouses gut geschlafen steht einem Ausflug zum Tsitsikamma National Park nichts im Weg. Von Plettenberg aus erreicht man über eine Mautstation auf der N2 die Abfahrt zum Nationalpark nach knapp einstündiger Autofahrt. Wer genügend Zeit hat kann einen kleinen Umweg über die R102 fahren, die durch eine wunderschöne Berglandschaft zum Nature’s Valley führt, wo auch schon mal eine Pavian-Familie die Strecke okkupiert.




Im Tsitsikamma National Park angekommen fährt man nach dem Gate so lange auf der Straße weiter, bis man zu einem Parkplatz gelangt. Hier angekommen begibt man sich entweder auf den Wanderweg zur Suspensions Bridge, einer großen Hängebrücke über denn den Storms River oder man erwandert sich den Nationalpark. Letzteres sollte gut geplant sein, denn z.B. die Wanderung des Otter-Trails ist anstrengend, geht über mehrere Tage und muss rechtzeitig vorab gebucht werden.
Der Weg zur Hängebrücke dauert ca. 45 Minuten one-way und lohnt sich sehr. Nicht nur die Flora und Fauna auf dem Weg dorthin – natürlich mit zahlreichen hier lebenden Dassies bestückt – beeindruckt sehr, sondern vor allem die riesige Hängebrücke, und zwar gleich zwei davon, über die man an das andere Ufer des Storms River gelangt. Wer Glück (?) hat, bekommt auch Besuch von den dort lebenden Pavianen, die plötzlich aus dem Dickicht auftauchen und sich unter die mehr oder weniger aufgeschreckten Touristen mischen. Aber Achtung! Nicht zu nahe ran und vor allem nicht füttern. So nett wie die Tiere aussehen, so schnell kann die plötzliche Ruhe in Aggressivität und Panik umschlagen. Also besser aus der Ferne beobachten und genießen. Die Gewalt des Flusses spürt man förmlich durch die Bewegung der Steine am Ufer des Storm Rivers. Mit prächtigen Wellen spuckt der Fluss die Kiesel an das Steilufer, die mit gewaltigem Grollen von ihm wieder zurück ins Wasser gezerrt werden. Dieses Naturspektakel sollte man sich nicht entgehen lassen, bevor man den Rückzug über die zweite Brücke Richtung Parkplatz antritt.




























Eine extra-Tour kann man mit einem Kajak über den Storms River Richtung Hängebrücke machen. Man paddelt gen Norden den Fluss hinauf hinter die Brücken bis zu einem Fels und beobachtet das Geschehen aus einer komplett anderen Perspektive. Zurück am Parkplatz lockt die Brandung jeden Fotografen aus der Reserve, es können gar nicht genug Fotos von diesem Naturschauspiel geschossen werden. Etwas ruhiger geht es in der Badetuch zu, wobei es sicher schönere Strände zum Verweilen gibt.
Leider ist das Restaurant mit dem angeschlossenen Shop im November 2016 komplett abgebrannt, so dass man sich aktuell lediglich in einem Veranstaltungszelt stärken kann.
Auf dem Weg zurück nach Plettenberg überquert man auf der N2 die Bloukrans Brücke, die mit 216 m höchste Brücke Afrikas. Vorher sollte man allerdings den Hinweisschildern zur Bungee-Sprunganlage nicht verpassen und diesen folgen, auch wenn man selbst nicht springen möchte. Allein die Springer zu beobachten, die sich rund 160 m in die Tiefe stürzen , ist ein Erlebnis. Wenn oben auf der Brücke die LKWs entlang donnern, feiern unterhalb der Fahrbahn die Wagemutigen ihre Angst weg und lassen sich unter dem Geschrei der Mit-Springer feiern. Der Sprung von der Bloukrans-Brücke ist übrigen der weltweit höchste Bungee-Jump von einer Brücke, der nur von einer amerikanischen Brücke in Colorado übertroffen wird. Allerdings kann man dort nicht regelmäßig springen, so dass der Bloukrans-Sprung als höchster kommerziell betriebener Brückensprung gilt. Tickets für den Sprung sind direkt vor Ort oder im Internet erhältlich. Und vergesst nicht, bei den zahlreichen fliegenden Händlern vorbeizuschauen. Hier kann man kleine und große Andenken an einen fantastischen Südafrika-Urlaub erwerben.



Eine weitere Attraktion in Plettenberg Bay ist der Robberg National Park mit unterschiedlich langen Wanderwegen. Robberg befindet sich unmittelbar vor Plettenberg Bay und ist damit schnell erreichbar. Für den kurzen Trail benötigt man knapp 45 Minuten, für den längsten und anspruchsvollsten mindestens 4 Stunden.
Empfehlung Restaurant:
Barrington’s Restaurant and Bar (Homepage) (TripAdvisor)
Piesang Valley Road, Plettenberg Bay, 6600, Südafrika
Ouland Royale (Homepage) (TripAdvisor)
807 Airport Road, gegenüber der Zufahrt zum Airport, Plettenberg Bay, 6600, Südafrika
Nguni (Homepage) (TripAdvisor)
6 Crescent St, Plettenberg Bay, 6600, Südafrika
The Fat Fish (Homepage) (TripAdvisor)
Hopwood Street, Central Beach, Plettenberg Bay, Südafrika
Le Fournil De Plett Bakery and Café (TripAdvisor)
18 Main Street, Plettenberg Bay, Südafrika
Emily Moon River Lodge (Homepage) (TripAdvisor)
Rietvlei Road, Plettenberg Bay, 6600, Südafrika
(N2 Richtung Osten, nach Old Nick Village links abbiegen)
Lookout Deck (Homepage) (TripAdvisor)
Hill, Lookout Beach, Plettenberg Bay, 6600, Südafrika
Restaurante Enrico (Homepage) (TripAdvisor)
Main Street 296, Keurboomstrand
Thyme & Again Farm Stall (Homepage) (TripAdvisor)
N2, gegenüber der Ausfahrt nach Keurboomstrand, Plettenberg Bay, 6600, Südafrika
Empfehlung Übernachtung:
Franmarel (TripAdvisor)
13 Wilder Street, Plettenberg Bay, 6600, Südafrika